Chronik der DJK Abenberg
Am 16. September 1920 wird in Würzburg die „Deutsche Jugendkraft – Reichsverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen“ gegründet. In den harten Nachkriegsjahren ging die DJK Abenberg aus dem Jugendverein (gegründet 1912) und dem 1914 gegründeten Katholischen Gesellenverein (der späteren Kolpingsfamilie Abenberg ) hervor.
Die Zeichen der Zeit wurden in Abenberg sehr schnell erkannt, denn in der Diözese Eichstätt gibt es nur zwei Vereine, die auf das Gründungsjahr 1920 zurückblicken können, dies sind die DJK Eichstätt und unsere DJK Abenberg.
Der erste Vorsitzende des DJK-Verbandes, Carl Mosterts, formulierte die Zielsetzung für die Mitglieder der großen DJK-Gemeinschaft wie folgt:
„Die Gründung der Deutschen Jugendkraft soll die leiblichen (=Sport), geistigen (=Gemeinschaft) und moralischen (=Glaube) Kräfte seiner Mitglieder stärken“.
Diese drei grundlegenden Säulen aller DJK-Vereine (Sport, Gemeinschaft und Glaube), sind auch nach mehr als 100 Jahren noch aktuell und prägen unsere DJK-Gemeinschaft. Weitere Ausführungen dazu unter: „DJK - Was ist das“.
Ein vielseitiges Sportangebot und die Vermittlung von gesellschaftlichen Grundwerten, wie etwa die Förderung des Gemeinschaftsbewusstseins, stehen damit im Vordergrund des ganz- heitlichen Bildungskonzeptes der DJK-Vereine und ihrer Mitglieder.
Wie die oben genannte Zielsetzung von Carl Mosterts und die damit beschriebenen drei Säulen in der DJK Abenberg bisher umgesetzt und gelebt wurden, soll die nachfolgend geschilderte Vereinsgeschichte aufzeigen.
1920 - 1959
1920
In Abenberg wird durch junge Männer, die nach dem 1. Weltkrieg die Fußballspiele des 1. FCN und der Spielvereinigung Fürth gegen internationale Gegner miterlebten, das Fußballspiel „heimisch“ gemacht.
Diese jungen Männer legten vom „sauer“ verdienten Gesellenlohn zusammen, um den Kauf eines Fußballes und der ersten Vereinstrikots zu finanzieren.
Die Bälle waren damals wohl noch nicht so perfekt wie heute. Denn schon im ersten Jahr trägt der Vereinskassier Adolf Kuhn in das gemeinsam geführte Kassenbüchlein ein „für die Reparatur eines Balles 6,00 Mark bezahlt“.
Im Tor stand der Gründungsvorstand des Vereins (von1920 bis 1928) Franz Kornbacher Senior. Er berichtet, dass er seinen grauen Torwartpullover an seinen Torwartnachfolger Heinrich Schübel „weitervererbt“ hat.
Ein Markenzeichen der DJK Abenberg war und ist das Bestreben, gute und zeitgemäße Sportanlagen zu besitzen. Die erste „Fußballarena“ war das „Druidenespan“ am Feldweg in Richtung Dürrenmungenau. Damals ein ausreichendes, wenn auch manchmal glitschiges Terrain, denn es diente im Sommer unter der Woche als Weideland.
1921
Der damalige Stadtpfarrer Johann Sperber schreibt in seinen Aufzeichnungen im März: „Sport und Turnen wird auch hier (durch die DJK) endlich besser gepflegt“. Sperber verzeichnet ferner ein sehr gutes Freundschaftsspiel der 1. und 2. Fußballmannschaft gegen die DJK Concordia Fürth (damaliger süddeutscher DJK-Meister). Gespielt wird am 28. März 1921 (Ostermontag). Das Ergebnis ist nicht bekannt.
Die Kassenausgaben sind in der Gründerzeit nicht unerheblich. Unter anderem sind Schiedsrichterausgaben vom 8. Oktober in Höhe von 9 Mark und 10 Pfennig für einen Schiedsrichter aus Schwabach vermerkt.
1922
Für das Protokollbuch, das leider in der NS-Zeit verloren gegangen ist, gibt der Kassier am 25. Februar 16 Mark aus.
Zu den Auswärtsspielen wird zumeist das Fahrrad oder gelegentlich die Eisenbahn genutzt.
1923-1929
Der zweite DJK-Sportplatz befindet sich auf dem Galgenberg, auf dem Wiesengelände des Geim-Grundstückes (später Schieder-Schellhorn).
Oberlehrer Eduard Dechant schildert, wie mühsam es ist, den Platz überhaupt herzurichten. Idealzustände konnten nie erreicht werden. Der vorhandene Lehmboden zog bei Regen oder Nässe den Akteuren regelrecht die Schuhe aus. War es längere Zeit trocken, stieg die Verletzungsgefahr auf dem dann sehr harten Boden erheblich an.
Vorstandsnachfolger von Franz Kornbacher Senior wird 1928 Leo Schütz. Er führt die DJK Abenberg bis zum Verbot durch die Nationalsozialisten im Jahre 1935.
1930
Anfang der 30er Jahre wird das städtische Grundstück südlich des Gemeindeweihers, bis dahin als Sandgrube und Weide genutzt, die „neue Heimat“ und damit die dritte Spielstätte der DJK Abenberg.
Erhebliche Bodenbewegungen (in Handarbeit) waren notwendig um ein Sportfeld zu schaffen, das den Namen Sportplatz einigermaßen verdient. Die Arbeiten gehen insgesamt nur langsam voran, denn man „werkelt“ nur an den Samstagen.
1931
In diesem Jahr werden insgesamt 226,20 Mark für den ersehnten Sportplatz ausgegeben. Das waren weit mehr als 60 Prozent der gesamten Jahreseinnahmen des jungen Vereins. Auch in den darauffolgenden Jahren verschlingen die Ausgaben für den gewünschten Sportplatz den größten Teil der jeweiligen Jahreseinnahmen.
Ein weiterer großer Ausgabenposten sind die Fußbälle. Am 2. November 1930 werden 23 Mark und am 28. Februar 1931 sind es sogar 26 Mark, die jeweils für einen Fußball ausgegeben werden.
Besonders hervorgetan haben sich beim Arbeitseinsatz folgende Personen: Hans Kuhn, Adolf Kuhn, Franz Heckl und der damalige Vorstand Leo Schütz.
1932
Die Weltwirtschaftskrise mit einer sehr hohen Arbeitslosenzahl nimmt immer schlimmere Ausmaße an. In dieser Zeit wird der Sportplatzbau durch „Arbeitslosenhilfemaßnahmen“ intensiviert und damit beschleunigt.
1933
An Pfingsten dieses Jahres wird der Sportplatz feierlich eingeweiht. Oberlehrer Dechant vermerkt in seinen heimatgeschichtlichen Aufzeichnungen: „Festzug zum Sportplatz am Spalter Straße (seit 1946 Sportgelände des SV Abenberg).“
Stadtpfarrer Sperber hält die Weiherede.
1934
Nur ein Jahr kann sich die DJK Abenberg am mit viel Aufwand und großen finanziellen Opfern erbauten Sportgelände erfreuen.
Die freien und kirchlichen Jugend- und Sportvereinigungen, aber auch die Arbeitersportvereine müssen ihre Selbstständigkeit aufgeben und werden in die NS-Organisation eingegliedert, sozusagen „gleichgeschaltet“.
1935
Im Schutze des Konkordates (Vertrag zwischen der NS-Regierung und dem Vatikan über die gegenseitigen Beziehungen) kann die DJK-Gemeinschaft noch bis August 1935 tätig sein. Danach wurde der DJK-Verband und damit auch die DJK Abenberg verboten.
Unser DJK-Sportplatz dient dann vor allem den Schulsport-Wettkämpfen und den Aufmärschen der Hitlerjugend.
1958
Die Wiedergründung der DJK Abenberg erfolgt am 11. Mai 1958 durch 23 junge, sehr engagierte Personen.
An der Gründungsversammlung kann der erkrankte Franz Saller und der bei einer Tagung in Würzburg weilende Franz Kornbacher Junior nicht teilnehmen. Die beiden entschuldigten Personen erhöhen die Zahl der Gründungsmitglieder faktisch auf 25.
Der nachfolgend abgebildete Brief des Bayerischen Landessportverbandes vom 17.07.1958 ist die Bestätigung des Aufnahmeantrages der DJK Abenberg vom 13.06.1958.
Die Zielsetzung der Sportbewegung Deutsche Jugendkraft ist seit 1920 gleichgeblieben. Neben der körperlichen Ertüchtigung sollen auch die erzieherischen Werte des Sports für die Bildung der ganzheitlichen Persönlichkeit bewusst und lebendig gemacht werden. Außerdem sollte das Gemeinschaftsbewusstsein geweckt und gepflegt werden.
Im Gründungsprotokoll von Schriftführer Willy Göpfert ist zu lesen, dass die Vorstandschaft der Hoffnung Ausdruck gibt, „mit vereinten Kräften die schwierigen Aufgaben des neuen Vereins zu meistern“.
Als sogenannte „Motoren“ der Wiedergründung und der Anfangsjahre können der damalige Geistliche Beirat (1958-1964) Kaplan Josef Warganz und der zum 1. Vorsitzenden (1958-1960) gewählte Franz Höfling bezeichnet werden.
Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen, welch rasante Entwicklung die DJK Abenberg nehmen wird.
Am 29. Mai zählt der junge Verein bereits 80 Mitglieder. Bei der ersten DJK-Monatsversammlung am 05. Juni kann ein Mitgliederstand von 106 Personen verzeichnet werden.
Nach sechs Monaten nutzen bereits 178 Mitglieder das für die damalige Zeit vielseitige Sportangebot des jungen Vereins.
In Abenberg und in den Nachbarorten besteht einerseits ein großes Interesse an sportlicher Betätigung, aber andererseits auch ein Bedürfnis nach Gemeinschaftserlebnissen mit christlicher Orientierung. Das familienorientierte Angebot der DJK Abenberg umfasst in den Anfangsjahren die Abteilungen Leichtathletik, Tischtennis und Fußball.
Am 08. November findet ein großer „Bunter Abend mit Spiel und Spaß“ im Schieleinsaal statt. Diese „Bunten Abende“ haben bis weit in die 70er Jahre hinein Bestand und werden weitgehend von Mitgliedern der DJK Abenberg gestaltet.
1959
Am südwestlichen Stadtrand, an der Spalter Straße entsteht das neue Sportgelände. Am 13./14. Juni wird ein gelungenes Sportfest mit anschließendem Ehrenabend im Festzelt gefeiert.
Festabend, Wettkämpfe und Festzug bilden einen würdigen Rahmen für die Einweihung des sogenannten „Züblin-Sportplatzes“.
Dies ist bereits der vierte DJK-Sportplatz in der Vereinsgeschichte. Dieses großartige Sportfest mit Musikbegleitung war dann mutmaßlich der Auslöser für die Gründung des Spielmannszuges. Dieser wird durch den blasmusikbegeisterten ersten Vorstand Franz Höfling (Abteilungsleiter des Spielmannszuges bis 1961) in der DJK-Familie etabliert.
Durch die fachkundige Anleitung von Franz Höfling erlernen die jungen Musiker das Musizieren auf Querflöte, Trommel, Fanfare, Becken und Lyra. Unterstützung erfährt der junge DJK-Spielmannszug u. a. durch den TV 1848 Schwabach. Nach intensiver Probenarbeit erfolgt der erste öffentliche Auftritt an Weihnachten im damaligen „Schielein-Saal“.
Am 30.08. ist die 1. Fußballmannschaft zur Sportplatzeinweihung bei der DJK Concordia Fürth eingeladen. Das „Rückspiel“ (siehe 1921) beim ehemaligen süddeutschen DJK-Meister endet mit einem 3:3.
1960 - 1969
1960
Am 01.01. dieses Jahres zählt der Verein bereits 238 Mitglieder.
Unter den “Idealisten“ im jungen Verein (v. a. in der Vorstandschaft) und den engagierten Musikern des Spielmannszuges (diese Musiker planen eine eigene Abteilungssatzung mit „gewisser“ Eigenständigkeit) kommt es wegen dieser Satzungsfragen und der sich daraus ergebenden Kassenzuständigkeiten zu Meinungsverschiedenheiten. Aus damaliger Sicht waren sie unüberbrückbar. Als Folge dieser Meinungsverschiedenheiten tritt der 1. Vorstand und gleichzeitige Abteilungsleiter des Spielmannszuges am 25.03.1960 vom Amt des 1. Vorstandes zurück.
Konrad Hallmeyer wird am 22.05.1960 zum 1. Vorsitzenden der DJK Abenberg gewählt. Er übt das Amt bis zum 27.05.1961 aus.
Das Sportgelände (der erste und einzige Sportplatz in Abenberg mit Sandrundbahn und einem kleinen Umkleidehäuschen) muss aufgegeben werden. Das Züblin-Werk, mit Stammsitz in Kehl am Rhein, errichtet hier ein Zweigwerk. Diese Industrieansiedlung bringt für das eher strukturschwache Abenberg mehr als 100 Arbeitsplätze.
Es ermöglicht vielen Familien aus Abenberg und Umgebung vor Ort ein vernünftiges Einkommen zu erzielen. Das weitläufige Areal des Züblin-Werkes wird jetzt, z. B. von der Schmidt-Bäckerei und anderen Betrieben, genutzt.
Der stadteigene Sportplatz des 1946 neu gegründeten Sportverein Abenberg (wie oben beschrieben, wurde dieser Sportplatz bereits in den Jahren 1933 bis 1935 von der DJK Abenberg als Spielstätte genutzt) und ein Wiesengrundstück an der jetzigen Kreisstraße von Obersteinbach nach Untersteinbach gelegen, dienen in den nächsten Jahren als Ausweichplätze für die Fußballspiele. Die „Stengelwiese“ (als sogenanntes „Waldstadion“ in die Analen eingegangen) ist damit der fünfte Sportplatz, den die DJK Abenberg für ihre Heimspiele nutzt. Hier findet auch das erste „Derby“ zwischen der DJK Abenberg und dem SV Abenberg statt.
Für eine dauerhafte „Heimat“, ergab sich nach intensivem Suchen nach einem geeigneten Gelände für unsere DJK Abenberg, eine Lösung. Südlich der Rother Straße wurde im Tauschweg ein Acker von Heinrich Schübel für den heutigen vorderen Sportplatz erworben.
Der DJK-Spielmannszug hat seinen großen öffentlichen Auftritt am 12. Juni beim 90-jährigen Gründungsfest des Krieger- und Veteranenvereins Abenberg.
1961
Der Großteil der oben genannten aktiven Musiker treten zusammen mit ihrem Abteilungsleiter am 02.02.1961 aus der DJK Abenberg aus und wechseln zum Sportverein Abenberg. Aus diesem Spielmannszug ist die Original Abenberger Blasmusik (OAB) hervorgegangen.
Die Leitung des DJK-Spielmannszuges übernimmt Karl Biburger. Er baut den Spielmannszug mit den verbliebenen erwachsenen Musikern und vielen jungen Musikbegeisterten mit Energie und fachlichem Können wieder auf und aus. Der erste öffentliche Auftritt mit dem neuen Dirigenten findet im Dezember wieder im „Schielein-Saal“ statt.
Durch die Tatkraft von Karl Biburger und der Bereitschaft der jungen Musiker war damit die Grundlage für den Weg zum Musikzug mit der Qualität, die wir bis heute erfahren dürfen, geschaffen. Karl Biburger dirigiert 30 Jahre die DJK Blasmusik.
Robert Biburger wird am 28.05. zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er begleitet dieses Amt mit Umsicht und Weitblick bis zum 09.05.1969. Wegen seiner Verdienste für die DJK Abenberg wird Robert Biburger anschließend zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Kurz vor dem 40-jährigen Wiedergründungsfest stirbt Robert Biburger am 2. Mai 1998.
1962
281 Personen sind am 01.01.1962 Mitglied der DJK Abenberg.
Mit dem bereits 1960 erworbenen „Schübelacker“ war nach langer Suche der sechste und damit jetzige Standort für unser DJK-Areal gefunden. Heinrich Schübel, selbst ein ehemaliger DJK-Torhüter in den 20er Jahren, stellt wie oben beschrieben, sein landwirtschaftliches Grundstück zur Verfügung.
Die angrenzenden Grundstückseigentümer zeigten, insbesondere bei den Erweiterungen, großes Verständnis und verkaufen Flächen an die DJK Abenberg. Dies sind: Josef Arnold, Johann Arnold, Felix Kuhn, Wally Friedrich, Lina Nagel und die Stadt Abenberg.
Nur auf diese Weise kann das Sportzentrum der DJK Abenberg in der heutigen Form überhaupt entstehen. Der damalige Stadtpfarrer Dr. Alois Mauderer führt am 10. Juni, im Rahmen eines Gottesdienstes, die kirchliche Platzweihe durch. Anschließend wird das erste Fußballturnier mit 4 Mannschaften ausgetragen.
Unter schwierigsten Bedingungen werden die Strom- und Wasserleitungen von der Rother Straße aus zum DJK-Gelände verlegt. Als erstes Gebäude wird in der nordwestlichen Ecke des Grundstückes ein kleines Geräte- und Umkleidehäuschen mit den Abmessungen 9,50 m x 4,00 m errichtet. Mit einem kleinen Holzofen kann der Raum beheizt werden. Ein kleiner Wassertrog im Freien dient als Waschgelegenheit.
1963
Am 12.03. findet im Schieleinsaal ein bis heute einmaliges Ereignis statt. Carl Kaufmann, Weltrekordler und Silbermedaillengewinner über 400 m bei den Olympischen Spielen von 1960 in Rom, kann für einen Lichtbildervortrag gewonnen werden. Fans aus dem gesamten Frankenland lauschen seinen Worten und genießen die musikalische Umrahmung durch den DJK- Spielmannszug.
Nach geduldiger Aufbauarbeit von Anton Hufmann sen. und Josef Mohrholz gelingt der 1. Fußballmannschaft bereits nach 5 Jahren der Aufstieg aus der damaligen C-Klasse in die B-Klasse. Erfolgstrainer dieser Mannschaft ist Karl Hiltl.
1964
Das Bayerische DJK-Landessportfest in München wird durch den Abenberger Spielmannszug gestaltet und durch die Leichtathletik-Goldmedaillen in den Disziplinen Speer, Diskus, Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen und Schleuderball von Helga Wechsler (geb. Hufmann) bei der weiblichen Jugend richtig „vergoldet“. Dazu kommt noch die Silbermedaille über 100 Meter.
Bei der Jahreshauptversammlung wird ein Mitgliederstand von 302 bekannt gegeben.
1965
Beim DJK-Bundessportfest in Düsseldorf gewinnt Helga Wechsler in den Disziplinen Speer- und Diskuswurf zwei Goldmedaillen. Im Weitsprung erringt sie die Silbermedaille. Der DJK-Musikzug wirkt im Düsseldorfer Rheinstadion bei der musikalischen Gestaltung mit.
1966
Die Abteilung Faustball wird gegründet und wirkt einige Jahre erfolgreich. Edgar Herdeis und Karl Zimmermann motivieren über einige Jahre hinweg diese Hobbygruppe.
Der 1. Herrenmannschaft der Tischtennisabteilung gelingt der Aufstieg in die Kreisliga.
Helga Hufmann wird in die Jugend-Europa-Auswahlmannschaft berufen.
In diesem Jahr erscheinen die ersten Informationsschriften mit dem Titel „Wisst Ihr schon…..“, sie sind die Vorläufer der Sportlerpost, die ab 1969 (mit Unterbrechung von 1986 bis 1993) bis 2008 erscheint.
1967
Die Mitgliederzahl erreicht in diesem Jahr 343 Personen.
1968
Die DJK Abenberg kann auf 10 Jahre Wiederbestehen zurückblicken. Fast 400 Mitglieder und unsere Gäste können vom 12. bis 14. Juli dieses Jubiläum mit Unterhaltungsabend, Festabend, Festzug und Festgottesdienst feiern.
Die Schülermannschaft der Fußballabteilung erringt mit Trainer Hubert Haas die DJK-Diözesan-Meisterschaft in Ingolstadt.
1969
Adolf Heinloth übernimmt am 10.05. für ein Jahr als Vorstand die Geschicke des Vereins. In den nachfolgenden Jahren stellt er sich als Abteilungsleiter in den Dienst der Fußballabteilung.
Die 1962 im Eiltempo errichteten Umkleideanlagen erweisen sich für den vielfältigen und sich ständig vergrößernden Sportbetrieb als zu klein. Die Planungen für ein repräsentatives und zeitgerechtes Sportheim werden aufgenommen.
Zum Jahreswechsel erscheint erstmals die bereits erwähnte Informationsschrift Sportlerpost.
1970 - 1979
1970
Karl Biburger wird am 30.05. zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Er begleitet diese wichtige Amt 23 Jahre lang. Eine Zäsur ergibt sich durch seinen plötzlichen Tod am 25. November 1993.
Die Mitgliederzahl ist auf 403 Personen angestiegen.
1971
Oskar Wechsler führt die 1. Fußballmannschaft innerhalb eines Jahres an die Spitze der B-Klasse.
Die Fußball-A-Jugend wird mit Trainer Toni Hufman erstmals DJK-Bayernschildsieger in Regensburg und ist damit die beste DJK-Jugendmannschaft in Bayern.
Karlheinz Hiltl initiiert die Trimm-Spiele-Volkswanderung. Am 16. Oktober 1971 nehmen 294 Personen an den Trimmspielen teil. Der Erlös der ersten Veranstaltung wird für die Sanierung der Sportplatzbeleuchtung verwendet. Ab 1972 firmieren sie als Internationale Volkswandertage und sind jahrzehntelang Bestandteil des DJK-Sportangebotes.
Die Teilnehmerzahl beträgt 1972 mehr als 2.800 Personen. Im Jahr 1975 nehmen 5.300 Personen an dieser Veranstaltung teil. 1978 sind es nochmals 5.000 Teilnehmer. Danach pendeln sich die Teilnehmerzahlen zwischen 3.000 und 3.500 ein.
1972
Im Mai dieses Jahres sind die seit 1969 laufenden Planungen und Vorarbeiten für den Bau eines Sportheimes inklusive einer Bundeskegelbahn am Asbacher Weg abgeschlossen.
Mit viel Eigeninitiative wird der Bau des Sportheimes und der Kegelbahn (2-Bahnenanlage) in Angriff genommen.
In Rosenheim wiederholt die Fußball-A-Jugend ihren Erfolg vom Vorjahr und wird erneut DJK-Bayernschildsieger.
Die DJK-Blasmusik und die Original Abenberger Blasmusik spielen anlässlich des 40jährigen Priesterjubiläums von Stadtpfarrer Willibald Schrötz gemeinsam am Kirchplatz. Damit gelingt im Juli dieses Jahres der erste noch mühsame Schritt aufeinander zu.
1973
Im Januar sind die Rohbauarbeiten am Sportheim weitgehend abgeschlossen.
Die 1. Fußball-Jugendmannschaft wird Kreismeister des Gesamtkreises Jura.
Anfang Dezember sind die beiden Kegelbahnen betriebsbereit. Damit ist die sportliche Basis für die Kegelabteilung geschaffen. Zur Gründungsversammlung der Kegelabteilung am 17.12. sind 22 interessierte Personen erschienen. Wolfgang Krach wird zum ersten Abteilungsleiter der Sportkegler gewählt.
Die Einweihung der Sportgaststätte und der Bundeskegelbahnen erfolgt am 30.12. durch Stadtpfarrer Willibald Schrötz.
Am 14.01.1974 wird die Aufnahme der Sportkegler in den Bayerischen Sportkegelverband beantragt.
1974
Die 1. Fußballmannschaft erreicht im Juni erstmals eine Abenberger „Fußball-Traumgrenze“ und zwar den Aufstieg in die damalige A-Klasse. Unter Spielertrainer John Scherfese gelingt dem Vizemeister dieser großartige Erfolg mit einem 2:1 Sieg im Relegationsspiel gegen die DJK Pollenfeld.
Die Fußball-Kleinfeldabteilung mit E- und F-Jungendmannschaften wird gegründet.
Die Tischtennisabteilung kann zwei Aufstiege vermelden. Die erste Damenmannschaft spielt in der nächsten Saison in der 2. Mittelfränkischen Bezirksliga und die erste Herrenmannschaft in der 1. Kreisliga. In den beiden darauffolgenden Jahren gelingt den Herren der Durchmarsch in die 3. und dann 1976 in die 2. Bezirksliga.
Vom 02. - 04. August wird das neue DJK-Sportheim eingeweiht. Es hat sich mittlerweile zu einem Treffpunkt sowohl in sportlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht entwickelt.
Die Mühen der nahezu 24.000 Arbeitsstunden, geleistet durch Idealisten und treue Mitglieder der DJK Abenberg, haben sich also gelohnt.
Am 2.10. wird die Gymnastikabteilung der Damen unter der Leitung der damaligen Frauenbeauftragten und Übungsleiterin Marianne Biburger gegründet. 10 Damen und 12 Mädchen nehmen am ersten Übungsabend teil.
Auch bei der Mitgliederentwicklung geht es weiterhin voran. Norbert „Jimmy“ Potratz kann als 500. Mitglied präsentiert werden.
1975
Neuer Fußball-Jugendtrainer wird Roland Edel aus Schwabach. Er führt die überragende Jugendarbeit von Toni Hufmann fort. Toni bleibt dem Verein bis 1984 als Jugendleiter erhalten.
Beispielhaft sollen Artur Bayerlein, Karlheinz und Georg Hallmeyer, Hans Hofmann, „Hannes“ Hager, Gunther und Marco Hufmann genannt werden, die zu späteren Leistungsträgern der 1. Mannschaft geformt werden.
Der 1. Kegelherrenmannschaft mit den Spielern Anton Bachmann, Richard Einzinger, Gerhard Heßlinger, Wolfgang Krach, Hans Kuhn, Josef Paul und Erwin Riedl gelingt der Aufstieg aus der C-Klasse in die B-Klasse.
1976
Die Fußballherrenmannschaft wird mit 2 Punkten Rückstand (bei besserem Torverhältnis) auf den TV 21 Büchenbach Vizemeister in der A-Klasse. Der Aufstieg in die Bezirksliga Mittelfranken-Süd wird damit knapp verpasst.
Die 1. Fußball-Jugendmannschaft wird Vizemeister der Diözese Eichstätt.
Die Abteilung Skisport, unter DSV-Übungsleiter Franz Heckl, wird gegründet und findet schnell beachtlichen Zulauf. Skigymnastik und Skifreizeiten sind viele Jahre Bestandteil des Sportangebotes der DJK Abenberg.
1977
Den Fußballern gelingt mit ihrem sehr erfolgsorientierten Trainer Willi Müller erstmals als überlegener A-Klassenmeister der Aufstieg in die damalige Bezirksliga Mittelfranken. Betrachtet man den sportlichen Aspekt, war dies eine enorme Leistung für den nicht gerade finanzstarken Verein.
Die 1. Jugendmannschaft wird Diözesanmeister und ist damit die beste Jugendmannschaft in der Diözese Eichstätt.
Von der Vielzahl der mitgestalteten Bundessportfeste werden vor allem das in diesem Jahr in Mainz und das von 1985 in Ingolstadt in Erinnerung bleiben. Die DJK-Musiker gestalten den Galaabend, mit dem allseits bekannten Moderator Dieter Kürten, mit. Weitere Mitwirkungsmöglichkeiten ergeben sich 1989 in Dortmund und 1993 in Bamberg.
Die Sportkegler verwirklichen erstmals den Aufstieg in die A-Klasse.
Die Tennisabteilung ist seit diesem Jahr nicht mehr aus dem DJK-Vereinsleben wegzudenken. Unter der Leitung von Christian Braun und Christian Helbig werden die ersten beiden Tennisplätze und ein „Tennishäuschen“ gebaut. Ein dritter Platz vervollständigt seit 1983 die imposante Tennisanlage.
Alois Ladurner verstärkt die 1. Kegelherrenmannschaft. Ihr gelingt der Aufstieg aus der B-Klasse in die A-Klasse.
Die Mitgliederzahl ist auf 675 Personen angewachsen.
1978
Im ersten Jahr nach dem Aufstieg belegt man den dritten Platz in der Bezirksliga Mittelfranken-Süd.
Nach drei Siegen auf Bezirksebene (TV Leinburg 2:0 n. V., DJK Mitteleschenbach 2:1 und FSV Stadeln 3:0) ziehen die Fußballer in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein. Als Gegner wird der Erstliga-Aufsteiger Darmstadt 98 zugelost.
Am 05.08 verabschiedet man sich bei den „Lilien“ im Stadion am Böllenfalltor mit einem sehr achtbaren 1:4 aus diesem Wettbewerb auf Bundesebene.
Sehr erfolgreicher Damenfußball wird ab 1978 bei der DJK Abenberg über ein Jahrzehnt lang gespielt. Besonders erfolgreich war die Saison 1983/84 (siehe dort).
Das zweite Fußballfeld der DJK Abenberg wird eingeweiht.
Der Damenmannschaft der Kegelabteilung gelingt der Aufstieg in die Kreisklasse Fürth/Langenzenn/Schwabach.
Der Verein kann 20 Jahre nach Wiedergründung sein 700. Mitglied begrüßen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten finden am 11.06. (Fußballturnier um den Karl-Hiltl-Gedächtnispokal) und vom 16.06 – 18.06. statt. Herausragendes Ereignis ist dabei das Großkonzert am Stillaplatz mit folgenden Teilnehmern: TV 1848 Schwabach, Spielmannszug Jahn Forchheim, Spielmannszug TV Schierling, Kolpingia Gerolfing, Musikzug Schweinfurt, Original Abenberger Blasmusik und dem gastgebenden Musikzug der DJK Abenberg.
Mitte der 70er Jahre entsteht die Idee, eine AH-Mannschaft (Alte Herren) zu gründen. Reinhold Böhm ergreift 1978 die Initiative und begeistert ehemalige Spieler der DJK Abenberg. Das erste Spiel wird am Kirchweihsamstag gegen Diana Nürnberg ausgetragen. Ende 1979 engagiert sich Helmut Pellissier als Trainer und Mitorganisator. „Highlights“ sind mit Sicherheit die Spiele gegen die Altliga-Mannschaft des 1. FCN (siehe Anmerkungen im Jahr 1984) und die tschechische Funktionärsmannschaft von Slavia Prag im Jahr 1984.
1979 verbringt man einige Tage in der „Goldenen Stadt“ und trägt das Rückspiel aus.
1979
Die Fußballmannschaft wird mit 46:18 Punkten und einem Torverhältnis von 80:48 Meister der Bezirksliga-Süd.
Im Endspiel um die Bezirksmeisterschaft gegen die wesentlich finanzkräftigere SpVgg Jahn Forchheim (Meister der Bezirksliga Nord) geht es um den direkten Aufstieg in die Landesliga Mitte (zu diesem Zeitpunkt die zweithöchste Amateurliga).
Auf dem neutralen Platz in Langenzenn verpasst man nach einer 1:2 Niederlage (nach Verlängerung und Siegtor in der 117. Spielminute für Jahn Forchheim) denkbar knapp den direkten Aufstieg in die Landesliga Mitte.
Auf der neutralen Anlage des SC Pommelsbrunn wird der Post SV Regensburg mit 4:1 besiegt. Das alles entscheidende Spiel zur Ermittlung des vierten Aufsteigers (neben Jahn Forchheim, SV Weiden und SC Zwiesel) findet in Kelheim gegen die SpVgg Landshut statt. Nach einer 0:2 Niederlage ist der Traum vom Landesligaaufstieg endgültig ausgeträumt.
Die abschließende 0:1 Niederlage gegen den A-Klassisten SV Heng verhindert die Wiederholung des Einzuges in die DFB-Pokal-Hauptrunde auf Bundesebene. Vorher hatte man auf Bezirksebene den TSV Wassertrüdingen (5:3) und den TV Hilpoltstein (6:2) bezwungen.
Die Jugendmannschaft verliert das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der Kreisliga Nord gegen den TV 1848 Schwabach.
Die 1. Kegelherrenmannschaft mit den Spielern Anton Bachmann, Max Edelhäuser, Richard Einzinger, Gerhard Heßlinger, Alois Ladurner, Josef Paul und Georg Rittweger wird Meister der A-Klasse und ihr gelingt der Aufstieg in die Kreisklasse Fürth/Schwabach.
1980 - 1989
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1990 - 1999
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2000 - 2009
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2006 |
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2010 - 2019
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2010 |
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2011 |
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2012 |
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2017 |
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2018 |
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Seit 2020
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2021 |
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2022 |
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2023 |
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2024 |
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2025 |
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Verfasser:
Gerhard Hörauf

